Innovationen in Unternehmen werden gefördert

14.07.2017 Uhr Forschung
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Bild: Gutachtergremium zum Förderaufruf Ressource.NRW: Dr. Heinrich Dornbusch, KlimaExpo.NRW; Prof. Dr. Wilfried Jungkind, Hochschule OWL; Gudrun Both und Samir Khayat, NRW-Umweltministerium; Gastgeber Dr. Peter Jahns, Effizienz-Agentur NRW (v.l.n.r.) / Foto: EFA

Erste Gutachtersitzung zum EFRE-Förderaufruf "Ressource.NRW"

Am 28. Juni 2017 traf sich in die Duisburg das Gutachtergremium zum Förderaufruf „Ressource.NRW - Innovative ressourceneffiziente Investitionen" des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), mit dem das Land Nordrhein-Westfalen die Realisierung material- und energiesparender Lösungen mittelständischer produzierender Unternehmen unterstützt. Sechs von insgesamt elf Projekten mit einem geplanten Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 24 Mio. Euro und einer möglichen Fördersumme von rund 7 Mio. Euro aus der ersten Einreichungsrunde wurden von den Experten als förderwürdig bewertet. Die zweite Runde läuft bereits. Die Effizienz-Agentur NRW führt den Aufruf im Auftrag des NRW-Umweltministeriums durch.
Die natürlichen Ressourcen auf dem Planeten werden knapp. Deshalb muss das Wirtschaftswachstum konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden, und der schonende und effiziente Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist dafür unerlässlich. Ressourceneffizienz bedeutet kurz gesagt: Mit weniger mehr erreichen. Es geht um die Suche nach neuen material- und energiesparenden Produktionsprozessen und Produkten sowie Recyclingverfahren. Im Rahmen des Aufrufs können neue Ideen in diesem Themenfeld mit Hilfe von EU-Fördermitteln bei der praktischen Umsetzung unterstützt werden. Die Höhe der möglichen Fördersätze hängt von der Größe des antragstellenden Unternehmens und der Art des zur Förderung beantragten Vorhabens ab und beträgt zwischen 40 und 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
"Eine schlankere Produktion mit höherer Ressourceneffizienz schont nicht nur die Natur, sie stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, so Dr. Peter Jahns, Leiter der Effizienz-Agentur NRW, "eine material- und energieschonende Wirtschaftsweise bietet herausragende Möglichkeiten, um Abwasser, Abluft oder Abfall zu reduzieren, Rohstoffe und Energie effizienter eingesetzt, innerbetriebliche Prozesse verbessert und Kosten gesenkt werden. Aus unserer täglichen Arbeit mit den Unternehmen in NRW wissen wir, dass mit einer zielgerichteten Förderung effektive Umsetzungen erreicht werden."
Die in der ersten Einreichungsphase eingegangenen Anträge wurden in förderrechtlicher, wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht sowie hinsichtlich ihrer Innovation vom Landesamt für Natur und Umwelt NRW und der Effizienz-Agentur NRW geprüft, bewertet und dem Gutachtergremium aus Vertretern von Politik, Wissenschaft und Kammern zur Entscheidung vorgelegt.
Die Gutachter zeigten sich beeindruckt von den vielfältigen Lösungen der Unternehmen zu einer effizienteren Wirtschaftsweise.
„Die Beiträge zeigen, wie ideenreich der NRW-Mittelstand ist. Innovation ist hier wahrlich kein Fremdwort, und die sinnvolle Verknüpfung wirtschaftlicher Vernunft mit Ressourcen- und Umweltschonung ist zukunftsweisend für ein Industrieland wie NRW“, erklärte der Vorsitzende des Gutachtergremiums Prof. Dr. Wilfried Jungkind von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.
Mittlerweile ist die zweite Runde zum Förderaufruf "Ressource.NRW" gestartet, gesucht werden erneut die besten Ideen für innovative ressourceneffiziente Maßnahmen bzw. Recyclingvorhaben. Bis zum 29. September 2017 können kleine und mittlere Unternehmen ihre Anträge einreichen.
Weitere Infos zum Aufruf gibt es unter www.lanuv.nrw.de, alles rund um das Thema Ressourceneffizienz im NRW Mittelstand auf www.ressourceneffizienz.de